Donnerstag, 26. Dezember 2013

Unser Heiliger Abend in der Ferne

Erst einmal Frohe Weihnachten und erholsame Feiertage für euch alle! Wir hoffen ihr seid alle gut in Weihnachtsstimmung genießt die Feiertage.



Wir feierten vorgestern unseren ersten Heiligabend zusammen und dann auch noch hier! Zwar ohne Weihnachtsbaum, Stollen, Kekse oder Lebkuchen, ohne Geschenkpapier und Kerzen. Dafür aber mit einem nächtlichen Bad im blauen Meer (na gut, abends war es sehr dunkelblau) und ein paar hundert Feierwütigen auf einer Insel.

Aber der Reihe nach: Wir sind immer noch im Touri-Küsten-Städtchen Sihanoukville und haben mittlerweile entdeckt wo man lecker frühstücken kann. Also saßen wir gegen 9 bei Utopia und genossen unsere frischen Mango- und Ananas-Shakes, dazu Obstsalat (Mango, Papaya, Ananas, Drachenfrucht), Joghurt und Müsli. Diese Art von Frühstück schmeckt uns einfach viel besser als das typische Khmer-Frühstück, das aus würziger Gemüsesuppe mit Reis besteht – auch lecker, aber für uns nicht zum Frühstück!
Danach ging es zum Strand! Jeder neue Strandankömmling wird hier erstmal einige Zeit von Leuten belagert, die einem etwas verkaufen wollen – Armbänder und Sonnenbrillen sind natürlich Standard, dazu kommen aber noch Maniküre, Pediküre und diverse Massagen. Oder vielleicht eine Beinenthaarung? Nasen- und Ohrenhaare könnte man sich auch rausziehen lassen. Vorgestern gab es natürlich noch Weihnachtsmützen! Als wir gefühlt 3 Mal zu jedem Nein gesagt hatten, war es dann aber nach einer halben Stunde auch geschafft!
Ab ins Wasser! Das ist hier so herrlich warm, dass es überhaupt keiner Überwindung bedarf hinein zu gehen, später am Abend hatten wir sogar das Gefühl, dass das Wasser wärmer sei als die Luft... hmmm, vielleicht? Wir wissen nicht genau wie warm das Wasser oder die Lufttemperatur ist, aber wenn man einfach nur still im Schatten sitzt, dann schwitzt man schon.

Wir hatten vor uns über Mittag einen Roller auszuleihen und uns in die Kühle einer klimatisierten Mall zu verziehen. Von zwei Österreichern hatten wir erfahren, wo sie einen guten Roller ausgeliehen hatten. Da dort wohl alles problemlos klappte, wollten auch wir unseren Roller dort mieten. Leider merkten wir uns die falsche Straße und suchten 20 min in der heißen Mittagssonne ohne Erfolg. Die Stimmung sank und dann stellten wir fest, dass wir total falsch waren!
Okay, Plan B: Wir nahmen ein Tuk Tuk, nach einigen Verhandlungen hatten wir den Preis von 5$ für eine Strecke auf 3$ für hin und zurück gedrückt und stiegen ein.
Tuk Tuks sind kleine „Taxis“. Es gibt hier im Ort drei verschiedene Sorten... Motoroller mit Anhänger, dreirädriges Gefährt und halb aufgeschnittenes Auto – das trifft es wohl am besten.


Im Einkaufszentrum fanden wir unsere Weihnachtsmützen (am Strand wurden diese von Kindern verkauft und das können wir natürlich nicht unterstützen) und ein paar Weihnachtsgeschenke für uns: dunkles Brot, Streichkäse, Brownie und Carrotcake.
Auf dem lokalen Markt neben der Mall stellten wir fest, dass wir uns schon ganz schön an die Märkte hier gewöhnt haben. Uns beeindruckten weder die „Baumarkt“-Stände, noch die vielen Leute mit den mechanischen Nähmaschinen und auch nicht die Berge von Früchten oder die tausend Klamotten, die wohl aus unseren Altkleidercontainern stammen. Der Fischgeruch machte uns dann aber doch wieder zu schaffen und wir kehrten ganz schnell der Ecke mit den „frischen“ toten Tieren den Rücken!

Das ist wirklich ein Unterschied, der uns zwischen Vietnam und Kambodscha schon aufgefallen ist. Hier riecht es auf den Märkten, wo Fisch und Fleisch angeboten wird, viel stärker! Ein Grund mehr mehr Gemüse und Obst zu essen!?

Als wir wieder auf die Straße traten standen da bestimmt 10 Tuk Tuk Fahrer. Alle reißen die Arme hoch und rufen „Tuk Tuk? Tuk Tuk?“, wenn sie westliche Touris sehen. Tja, wer zu erst kommt... aber unser Tuk Tuk Fahrer wartete schon abfahrbereit auf uns und wir stiegen ein.

Zurück im Hostel war erstmal eine Dusche fällig. Wir überraschten unsere Lieben mit Weihnachtsanrufen und machten uns wieder auf zu Utopia um was leckeres zum Abendessen zu finden. Es war leider schon etwas später als gedacht und so verschoben wir unser geplantes BBQ auf den zweiten Weihnachtsfeiertag. Utopia ist ein Zusammenschluss von mehreren kleinen Verkaufsständen und einer großen Bar, es gibt super viel, sehr leckeres und günstiges Essen. Von Pizza und Pasta über die landesübliche Küche bis zu indisch ist alles dabei. Unser Favorit!

Bevor wir uns für den Abend aufhübschten, nahmen wir noch eine kleine Abkühlung. Vom Wasser aus sah der Strand noch toller aus. An der Strandpromenade sind viele kleine Bars und Restaurants. Alle haben Korbsessel am Strand stehen und Kerzen, ab und an steigen Lampions auf, die wenn es dunkel wird von Strandverkäufern verkauft werden, ebenso wie Feuerwerk. Es sieht einfach herrlich aus und wir einigten uns darauf diese Kulisse als Weihnachtsbaumersatz anzusehen!

Danach machten wir uns auf zu unserem Highlight des Abends. Strandparty auf einer abgelegenen Insel! Am Tag zuvor hatten wir schon die Tickets gekauft und stiegen nun zusammen mit ca. 20 anderen auf ein wirklich wackeliges Fischerboot. Ich glaube die Hängebrücken- und Wasserfallerfahrungen aus Vietnam kommen mir immer mehr zu Gute, denn obwohl wir noch über 2 andere wackelige Boote klettern mussten, ging das für meine Verhältnisse relativ flott.
40 Minuten saßen wir nun vom lauten Rattern des Außenmotors begleitet auf den schmalen Holzbänken, dann kam der Strand in Sicht. Eine große Bühne, eine Bar, ein Lagerfeuer und noch eine große Box in einer anderen Ecke das Strandes, aus der andere Musik kam. Unser Boot fuhr zwischen die anderen Boote in den Sand und die Partymeute sprang ab. Ich tat das natürlich wieder besonders geschickt und dabei wurde meine Hose ziemlich nass von den Wellen. Also standen wir erstmal eine gute halbe Stunde am Lagerfeuer, aber dann war ich wieder trocken und auch für uns ging es mit der Tanzerei los!

Ein super Erlebnis! Wir legten eine Tanzpause ein und spazierten am Strand entlang. Nichts, da war nichts! Außer ein toller, heller Mond und Tausende von Sternen!!!

Unser erster gemeinsamer Heilig Abend wird uns lange in Erinnerung bleiben!!!

1 Kommentar:

  1. Hey ihr beiden, für mich ist der zweite Weihnachtsfeiertag an diesem Ende der Welt nun bald zu Ende. Ich komme langsam zur Ruhe und finde endlich die Zeit mal wieder bei euch reinzuschauen ;)
    Zuerst wünsche ich euch frohe Weihnachten!! Es freut mich, zu lesen, dass ihr trotz anderem Klima und anderer Kultur ein schönes Weihnachtsfest verbracht habt. Ich möchte mich für euer "Weihnachtsgeschenk" bedanken. Die Karte aus Vietnam kam pünktlich am 24.12 bei mir im Briefkasten an - perfekt, nicht wahr?!
    Lasst es euch gut gehen, ihr braun gebrannten Weltenbummler. Fühlt euch gedrückt!
    Eure Annemie

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