Mittwoch, 12. Februar 2014

Glücksgefühle in den Karstbergen

Wir hatten in unserem Reiseführer gelesen, dass man erst seit 2009 in den Karstbergen bei Thakek klettern kann. Ein deutsches Pärchen aus Köln hatte direkt an den Füßen der Karstberge ein Klettercamp aufgebaut. Nach einem kurzen Telefonat war klar, dass es möglich ist einen Kurs zu belegen um das Sportklettern zu lernen. Nach kurer Überlegung waren wir uns sicher, dass wir uns der Herausforderung stellen, insbesondere Pauli, welche mit Höhen nicht immer in guter Freundschaft steht.

Das Klettercamp liegt in einer sehr ruhigen und landschaftlich beeindruckenden Gegend von Laos. Nur wenige Fußmeter entfernt beginnen schon die ersten Einstiege zu Kletterwänden. Am Abend konnten wir anderen Klettern zuschauen. Wir fragten uns, ob wir am morgigenTag überhaupt groß im Karst krakseln werden können, weil alle Wände für uns sehr steil aussahen.
Am Anfang des Kures lernten wir, wie man sich am Berg sichert und wie man theoretisch am schnellsten nach oben kommt. Nach kurzer theoretischen Einführung wurde ich schon gesichert und sollte meine erste Wand besteigen. Es war einfacher als ich es mir vorgestellt hatte, ich fand schnell gute Griffe, wo ich mich festhalten oder meine Fuß draufstellen konnte, um so weiter oben nach weitern Möglichkeiten zum klettern suchen zu konnen. Stück für Stück bin ich bis zum Ziel aufgestiegen.
Danach war Pauli gefordert und auch sie konnte ihre Höhenängste bezwingen und mit viel Mut und Ausdauer konnte sie auch ihre erste erfolgreich Route abschließen.


Nach der Mittagspause lernten wir das gegenseitge Sichern, als Zweierteam, am Fels und ich konnte meine bisher schwiergste Kletteroute erklimmen, während mich Pauli unten sicherte. Ich musst meine gesamte Kraft aufwenden, damit ich vorankam. Ich spürte Schmerzen in den Füßen durch die engen Kletterschuhe und meine Finger fühlten sich an wie Butter, dazu kam, dass ich keine guten kleinen Felsvorsprünge fand, um weitervoranzukommen. Plötzlich konnte ich mich nicht mehr halten und ich fiel in die Sicherung, es war ein komisches Gefühl ein oder zwei Meter zu fallen und dann von der Sicherung aufgefangen zu werden, aber auch ein gutes Gefühl, weil ich mich auf meine Sicherung durch Pauli verlassen konnte.
Ich wollte unbedingt die 20 Meterstrecke schaffen und so nahm ich meine letzte Kraft zusammen und ich schaffte die Schlüsselstelle der Strecke (Schlüsstelle steht für den schwiergsten Abschnitt der Route) und dananch ging es sehr schnell nach oben und ich konnte von dort kurz die Aussicht auf die bezaubernde Landschaft genießen. Es war ein tolles Gefühl diese Route geschafft zu haben und die Grenzen meines Körpers kennengelernt zu haben. 



Uns hat das Klettern so gut gefallen, dass wir auf jeden Fall in Deutschland auch mal zusammen in die Kletterhalle gehen wollen und unsere Fähigkeiten verbessern wollen.

3 Kommentare:

  1. Hey ihr zwei!
    PAULI!! Ich finds großartig, dass du dich deiner Höhenangst gestellt hast - das ist ja unglaublich? Überleg mal, vorher war die Bibi schon ein Problem ;) Herzlichen Glückwunsch.
    Hier ist alles ein bisschen stressig und die Sonne fehlt auch :) Genießt also eure letzten Wochen im Paradies.
    Eure Annemie

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  2. Ahhhh, ich fass es nicht!!! Es klappt endlich mit dem schreiben! Cool! :-D Bin in der Extrem-Phase vor dem Examen und komme leider viel zu sleten bei eurer tollen seite vorbei! Ihr schriebt tolle Texte und die Fotos sind ein Traum! Macht weiter so!! Das Klettern ist spitze, gell! ;-) 1000 Küsschen! und dicke Umarmung! Miss u Pauli! :-*

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