Mittwoch, 20. November 2013

Reingehen – hinsetzen – essen! Bestellen?


Wir sind in Dalat und es ist ganz anders als in Saigon. Dalat ist einer der Haupttouriorte für die Vietnamesen. Angenehmes Klima, Berge mit toller Aussicht und der Verkehr ist im Vergleich zu Saigon gleich nix!


Wie die Überschrift schon verrät, geht es ums Essen. Genauer um unser erstes Essen hier in Dalat. In Saigon waren wir ja schon in einem kleinen Restaurant, in dem die Leute nur vietnamesisch sprechen und es nur ein Gericht gab.



Hier in Dalat kamen wir am Montagabend mit dem Liegebus an (dazu später mehr). Am Hostel angekommen bezogen wir unser kleines, sehr sauberes und super günstiges ( 9€ pro Nacht für uns beide) Zimmer. Der Hostelbesitzer markierte für uns auf einer Karte gleich wo sich das Hostel befindet und wo man gut vietnamesisch essen gehen kann.



Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg. Die Empfehlungen waren Frühlingsrollen oder vegetarischer Hotpot. Wir entschieden uns für Frühlingsrollen und spazierten los.



Woran denkt ihr bei Frühlingsrollen? Gemüse in in einem fettigen Backteig? Wir zumindest dachten daran.



Vom Hostel aus um drei Straßenecken, ein paar Stufen in das Restaurant hinein und schon sahen wir die typischen roten Plastikhocker – diesmal in normaler Höhe. Jemand kam auf uns zu – nickte nicht, sprach nicht und zeigte nur auf zwei Hocker, die er noch kurz zurecht rückte. Wir guckten uns verwundert an und setzten uns. Es gab keine Karte. Auf ein mal wurde uns ein riesiger Teller Salat hingestellt und zwei kleine grüne „Puppen“-Plastikteller und etwas Soße in einem kleinen Schälchen dazu – sonst nix. Wir wieder total verwundert. Aber gut, das wird schon alles einen Sinn haben, warten wir mal ab. Ein paar Minuten später kam noch für jeden ein Teller mit Fleischstreifen, ein bisschen Gemüse, Kohl und fettige frittierte kleine Röllchen. Obendrauf lag eine ordentlich Portion dickes Reispapier. 



Wir guckten verunsichert auf die anderen Tische. Die hatten das Gleiche auf dem Tisch. Anscheinend gab es dort nur das zu essen. Erstmal langsam ein bisschen Salat knabbern und die anderen Leute beobachten... also: Reispapier nehmen, von allem ein bisschen was mit Stäbchen reinlegen, vom Salat ziemlich viel, dann fest zu wickeln, in die Soße tunken, abbeißen... Lecker!!! Das war richtig gut!



Schräg gegenüber setzen sich zwei Vietnamesen und beobachteten uns. Vor allem unsere Stäbchen-Ess-“Kunst“ muss noch deutlich verbessert werden und zieht gerne mal belustigte Blicke auf sich... Wir wurden gefragt, wo wir her kommen, was wir machen und wie lange wir reisen und erfuhren, dass sie an einer Schule unterrichtet. Das Gespräch lief etwas stockend aber super freundlich ab.



Als wir zahlen wollten kam der Kellner mit der Rechnung auf der 120.000 Dong standen, sie fragte ihn etwas und übersetzte uns dann, dass das Essen 100.000 Dong kosten würde. Er guckte sie ärgerlich an, zerknüllte den Zettel und nahm das Geld freundlich grinsend entgegen...



Wir verhungern hier als auch ohne ein Wort vietnamesisch nicht ;o)



Mittlerweile haben wir im Internet nachgelesen. Das war die normale Art von kalten vietnamesischen Frühlingsrollen... auch Herbstrollen genannt. Sehr zu empfehlen!!!

2 Kommentare:

  1. Hallo ihr zwei
    - vietnamesische Wraps also ;)
    Ne Spaß bei Seite. Mich würde brennen interessieren, wie ihr euch von einer Stadt zur anderen bewegt. Auf eurer Karte sehe ich, dass ihr ganz schöne Strecken zurück legt. Vielleicht findet ihr ja einen Post dafür Zeit =)
    Ganz liebe Grüße!!

    Annemie

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  2. Huhu,

    "vietnamesische Wraps" trifft es eigentlich ziemlich genau! Aber man fuehlt sich danach nicht so komisch abgefuellt - fuer uns wird in Zukunft der Wrapteigfladen von Reispapier abgeloest :o) Aber kriegt man das ueberhaupt frisch in Deutschland... hab ich noch nie drauf geachtet.

    Gruss Pauli

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