Wir sind gut angekommen!
Am 13. gegen
18Uhr waren wir in der Stadt (Ho Chi Minh). Das heißt erst mal am
Flughafen. Nachdem wir beim „Landing Visa“-Schalter unsere Visaanträge, Einladungsbriefe und Pässe
abgegeben hatten - war erst mal komisch, aber mit uns haben das
noch ca. 100 Leute gemacht - warteten wir etwa eine halbe Stunde und
dann wurde „Poliiiiina Eeeeleisä“ aufgerufen und ein paar
Minuten später war ich 45USD ärmer und hatte mein Pass inklusive
vietnamesischem Visa für 1 Monat wieder in der Hand. Kurz danach
folgte auch „Pol Chona“ und auch Jonas hatte sein Visum und
seinen Pass wieder in der Hand. Lief also alles wunderbar! Schupdiwup
waren wir durch die Passkontrolle und nach kurzer Suche nach unseren
Rucksäcken, hatten wir auch diese wieder und waren sehr erleichtert,
dass sie beide da waren und auch keine Schäden hatten! Ein Hoch auch
die Frischhaltefolienverpackung!
Im Reiseführer hatten wir gelesen,
dass man sich am besten ein Taxi-Ticket im Flughafen kaufen soll.
Also sind wir am Geldautomaten erst mal schnell zu Millionären
geworden (1 Millionen Dong = 35€) und kauften uns danach ein
Taxiticket. Mit dem Hinweis, dass wir nicht mehr zahlen sollen und
das Personal in den roten Uniformen uns weiter helfen wird, zeigte
die Verkäuferin Richtung Ausgang.
Man war das warm! Wie gegen eine Wand
gelaufen fühlten wir uns, als wir aus dem Flughafen traten. Ziemlich
warm und irgendwie stickig hier – halt eine Großstadt in einer
warmen Region. Draußen gingen wir auf eine rot gekleidete Frau zu
und gaben ihr unser Ticket, auf dem schon vermerkt war, wo wir hin
wollten. Zack saßen wir im klimatisierten Taxi und der Verkehr
rauschte an uns vorbei. Irgendwie fühlte ich mich wie in einer
anderen Welt – und tu es immer noch! Tausende von Motorollern!
Gehupe, wahnsinnig volle Straßen, überall blink-Reklame! Kurz bevor
der Taxifahrer anhielt, gab er uns zu verstehen, dass er nicht lange
halten wird, da das verboten sei und wir schnell aussteigen müssten,
damit er dann weiter fahren kann. Bei uns kamen wilde Gedanken auf,
was wohl mit unserem Gepäck sei... Fährt er mit den Rucksäcken
weg? Dann haben wir aber echt ein Problem! Er bog in eine´engere
Straße ein, die noch voller schien und hielt an. Wir hatten schon
den Plan, dass ich so langsam aussteigen würde, bis Jonas unsere
Rucksäcke hätte, aber da war er schon draußen und unsere Rucksäcke
standen auf der Straße und er war wieder weg...
Im Hostel wartete ein kleines Zimmer
mit Klimaanlage auf uns, in das nicht mehr passt als ein Bett und ein
Schrank – Whirlpool Fehlanzeige. Aber dafür eine Dusche bzw. eine
Nasszelle. Bad ohne Fenster oder Lüfter, aber dafür mit Abfluss in
der Ecke. Wenn man duscht, dann stehen die kompletten 3m² unter
Wasser und nach ca. ner halben Stunde ist es auch wieder abgelaufen.
Aber das Zimmer und auch das Bad sind super sauber und wir haben kein
Grund zur Beschwerde.
Zum Glück liegt das Zimmer in einer
ruhigen Lage und so merken wir nicht all zu viel vom Straßenlärm
rund um die Uhr. Unsere erste Nacht hatte 11 Stunden, dafür merken
wir unseren Jetlag heute um so mehr!
Heute ist ja nun schon unser dritten
Tag. Ich finde es immer noch heiß und laut, aber ich bin schon nicht
mehr so überfordert wie bei unserer Ankunft. Das Überqueren der
Straßen kriegen wir auch schon ganz gut hin! Meine Idee von wegen,
dass ich den ersten Tag nicht über die Straße gehen würde, hat
leider nicht funktioniert – der Taxifahrer lies uns auf der
falschen Straßenseite raus ;o) Aber bei den großen Kreuzungen
bevorzuge ich es noch einfach jemandem hinterher zu laufen. Bisher
wurden wir auch noch nicht komisch angeguckt!
Einmal wurde uns sogar schon über die
Straße geholfen. In der Nähe eines großen Marktes an einer riesen
Kreuzung, stehen einige Polizisten bereit, die zu einem laufen, so
bald man sich der Kreuzung nähert und einem dann mit einer Hand
winken, während sie mit der anderen die Motoroller, Autos, Busse und
Lkws abbremsen.
Der Markt war auch wahnsinnig! Eine
riesige Halle mit unglaublich vielen Ständen, manche nur 1 oder
2 m² groß. Es gibt alles! Von Nüssen und Früchten über Fleisch
und Fisch zu Stoffen und Schuhen, Kinderkleidung, Uhren, Schmuck,
Lampen, Hosen, Tischdecken, kleine Vögel... und natürlich Hüte und
Sonnenbrillen. Die Gänge waren ganz schmal und überall wurde mir
die gleiche Hose hingehalten und Jonas irgendwelche Polohemden als
„special for you“ angeboten. Aber was wir beide total angenehm
finden, ist, dass wenn man „no, thanks“ sagt oder mit dem Kopf
schüttelt dann auch Schluss ist. Keiner läuft einem hinter her oder
bedrängt einen auf so nervige Weise wie in Südafrika oder der
Türkei.
Momentan sitzen wir in einer
Kneipe/Restaurant/ Bar/ Cafe (keine Ahnung wie man das nennt) und
trinken was. Ein Laden, der komplett zur Straße hin offen ist
und wo normal hohe Plastikstühle stehen. „Normal hoch“ betone
ich so, weil die Vietnamesen anscheinend gerne in Hockposition
sitzen. Die Stühlchen und Tischchen, die man so an den Garküchen und einigen Cafes
sieht, sehen aus wie von den 7 Zwergen oder kleiner! Ob die überhaupt
einen Europäer aushalten würden? (auch die Hocker in unserem Zimmer sind gerade mal 20 cm hoch)
Irgendwann werden wir das testen ;o)
Noch sind wir etwas zaghaft und bevorzugen Essen aus Restaurants, in
denen wir die Karte auch verstehen.
Obwohl! Gestern Abend haben wir schon
was gegessen, von dem es keine Karte gab. Im Reiseführer war ein
Tipp zu einem original vietnamesischen „Restaurant“, in dem kein
englisch gesprochen wird. Es gibt auch nur ein Gericht, aber gerade
das sei laut Reiseführer das beste seiner Art in Saigon. Also wir
dahin. Kaum hatten wir ein Fuß im Laden „Soup with beef?“. Das
war auch eigentlich das einzige, was sie sagen konnte. Wir nickten
und schon saßen wir an einem Tisch. Das wir etwas zu trinken
wollten, konnten wir nur durch zeigen auf den Kühlschrank zu
verstehen geben. Aber alles klappte und kurze Zeit später stand die
Nudelsuppe mit Fleisch vor uns. Löffel und Stäbchen dazu und los...
oder auch nicht ;o) Die glitschigen Nudeln waren ein echte
Herausforderung mit den Stäbchen, aber satt geworden sind wir
trotzdem. War lecker, süßlich und ich war nach nem halben Teller
total abgefüllt. Irgendwie waren wir sehr spät dran und so wurden
wir fast aus mit dem Gartenschlauch aus dem Laden gespült. Mit dem
wurde nämlich zum sauber machen der ganze Küchenbereich inklusive
dem Geschirr unter Wasser gesetzt, auch der riesige Topf (mindestens
30 Liter) wurde damit auch ausgespült.
Mittlerweile ist meine zweite Sprite
und Jonas Kaffee alle und Jonas hat im Reiseführer eine kleine
interessante Tour entdeckt, die uns an den bedeutenden Gebäuden
Saigons vorbei führen wird. Wir haben schon nach zwei Tagen viel
zuberichten und eine Menge Eindrücke bekommen, aber das Abenteuer
hat ja erst begonnen... nächstes Mal mehr ;o)
es st schön zu lesen, dass es euch beiden gut geht und ihr und euer gepäck heil angekommen seid.
AntwortenLöschenich wünsche euch eine schöne zeit und freue mich schon auf die nächsten einträge in eurem blog ;-)
es drückt euch ganz lieb:
viki
Hey,
AntwortenLöschenich schließe mich viki an und freue mich, dass ihr gut angekommen seid und dass euch die erste Unterkunft gefallen hat.
Euer erste Abenteuerbericht ist sehr lebhaft gschiereben und ich freue mich auf weitere Berichte.
Viel Erfolg, das nötige Glück und Gottessegen für die weitere Zeit!
Liebe Grüße aus Brühl
Martin
Test =)
AntwortenLöschenIch habe die Einstellungen geändert, nun müsste man leichter kommentieren können. gruß pauli
AntwortenLöschenok, ich Versuchs noch mal - aber jetzt mit anderem Text =)
AntwortenLöschenIch freue mich einfach sehr, dass es euch beiden so gut geht und ihr auch auf allen Bildern zufrieden und glücklich ausseht!
Passt auf euch auf und habt weiterhin eine legendäre Zeit und schickt mal die ein oder andere Postkarte, darüber würde ich mich sehr freuen.
Fühl euch umarmt - Annemie
Hallo Viki, Hallo Martin, Hallo Annemie,
AntwortenLöschenvielen Dank für eure Kommentare! Es motiviert uns sehr, wenn wir wissen, dass ihr unsere Berichte lest! Da rutschen sie gleich noch viel schneller durch die Finger ;o)
Uns geht´s wirklich gut und wir gucken nicht nur glücklich ... hihi.
Postkarten haben wir hier leider noch nicht so viele gesehen... wir halten Ausschau, aber ihr steht auf unserer Postkartenliste ;o)
Viele Grüße, pauli