Freitag, 15. November 2013

Erste Eindrücke

Wir sind gut angekommen! 

Am 13. gegen 18Uhr waren wir in der Stadt (Ho Chi Minh). Das heißt erst mal am Flughafen. Nachdem wir beim „Landing Visa“-Schalter unsere Visaanträge, Einladungsbriefe und Pässe abgegeben hatten - war erst mal komisch, aber mit uns haben das noch ca. 100 Leute gemacht - warteten wir etwa eine halbe Stunde und dann wurde „Poliiiiina Eeeeleisä“ aufgerufen und ein paar Minuten später war ich 45USD ärmer und hatte mein Pass inklusive vietnamesischem Visa für 1 Monat wieder in der Hand. Kurz danach folgte auch „Pol Chona“ und auch Jonas hatte sein Visum und seinen Pass wieder in der Hand. Lief also alles wunderbar! Schupdiwup waren wir durch die Passkontrolle und nach kurzer Suche nach unseren Rucksäcken, hatten wir auch diese wieder und waren sehr erleichtert, dass sie beide da waren und auch keine Schäden hatten! Ein Hoch auch die Frischhaltefolienverpackung!


Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass man sich am besten ein Taxi-Ticket im Flughafen kaufen soll. Also sind wir am Geldautomaten erst mal schnell zu Millionären geworden (1 Millionen Dong = 35€) und kauften uns danach ein Taxiticket. Mit dem Hinweis, dass wir nicht mehr zahlen sollen und das Personal in den roten Uniformen uns weiter helfen wird, zeigte die Verkäuferin Richtung Ausgang.

Man war das warm! Wie gegen eine Wand gelaufen fühlten wir uns, als wir aus dem Flughafen traten. Ziemlich warm und irgendwie stickig hier – halt eine Großstadt in einer warmen Region. Draußen gingen wir auf eine rot gekleidete Frau zu und gaben ihr unser Ticket, auf dem schon vermerkt war, wo wir hin wollten. Zack saßen wir im klimatisierten Taxi und der Verkehr rauschte an uns vorbei. Irgendwie fühlte ich mich wie in einer anderen Welt – und tu es immer noch! Tausende von Motorollern! Gehupe, wahnsinnig volle Straßen, überall blink-Reklame! Kurz bevor der Taxifahrer anhielt, gab er uns zu verstehen, dass er nicht lange halten wird, da das verboten sei und wir schnell aussteigen müssten, damit er dann weiter fahren kann. Bei uns kamen wilde Gedanken auf, was wohl mit unserem Gepäck sei... Fährt er mit den Rucksäcken weg? Dann haben wir aber echt ein Problem! Er bog in eine´engere Straße ein, die noch voller schien und hielt an. Wir hatten schon den Plan, dass ich so langsam aussteigen würde, bis Jonas unsere Rucksäcke hätte, aber da war er schon draußen und unsere Rucksäcke standen auf der Straße und er war wieder weg...

Im Hostel wartete ein kleines Zimmer mit Klimaanlage auf uns, in das nicht mehr passt als ein Bett und ein Schrank – Whirlpool Fehlanzeige. Aber dafür eine Dusche bzw. eine Nasszelle. Bad ohne Fenster oder Lüfter, aber dafür mit Abfluss in der Ecke. Wenn man duscht, dann stehen die kompletten 3m² unter Wasser und nach ca. ner halben Stunde ist es auch wieder abgelaufen. Aber das Zimmer und auch das Bad sind super sauber und wir haben kein Grund zur Beschwerde.

Zum Glück liegt das Zimmer in einer ruhigen Lage und so merken wir nicht all zu viel vom Straßenlärm rund um die Uhr. Unsere erste Nacht hatte 11 Stunden, dafür merken wir unseren Jetlag heute um so mehr!

Heute ist ja nun schon unser dritten Tag. Ich finde es immer noch heiß und laut, aber ich bin schon nicht mehr so überfordert wie bei unserer Ankunft. Das Überqueren der Straßen kriegen wir auch schon ganz gut hin! Meine Idee von wegen, dass ich den ersten Tag nicht über die Straße gehen würde, hat leider nicht funktioniert – der Taxifahrer lies uns auf der falschen Straßenseite raus ;o) Aber bei den großen Kreuzungen bevorzuge ich es noch einfach jemandem hinterher zu laufen. Bisher wurden wir auch noch nicht komisch angeguckt!

Einmal wurde uns sogar schon über die Straße geholfen. In der Nähe eines großen Marktes an einer riesen Kreuzung, stehen einige Polizisten bereit, die zu einem laufen, so bald man sich der Kreuzung nähert und einem dann mit einer Hand winken, während sie mit der anderen die Motoroller, Autos, Busse und Lkws abbremsen.

Der Markt war auch wahnsinnig! Eine riesige Halle mit unglaublich vielen Ständen, manche nur 1 oder 2 m² groß. Es gibt alles! Von Nüssen und Früchten über Fleisch und Fisch zu Stoffen und Schuhen, Kinderkleidung, Uhren, Schmuck, Lampen, Hosen, Tischdecken, kleine Vögel... und natürlich Hüte und Sonnenbrillen. Die Gänge waren ganz schmal und überall wurde mir die gleiche Hose hingehalten und Jonas irgendwelche Polohemden als „special for you“ angeboten. Aber was wir beide total angenehm finden, ist, dass wenn man „no, thanks“ sagt oder mit dem Kopf schüttelt dann auch Schluss ist. Keiner läuft einem hinter her oder bedrängt einen auf so nervige Weise wie in Südafrika oder der Türkei.

Momentan sitzen wir in einer Kneipe/Restaurant/ Bar/ Cafe (keine Ahnung wie man das nennt) und trinken was. Ein Laden, der komplett zur Straße hin offen ist und wo normal hohe Plastikstühle stehen. „Normal hoch“ betone ich so, weil die Vietnamesen anscheinend gerne in Hockposition sitzen. Die Stühlchen und Tischchen, die man so an den Garküchen und einigen Cafes sieht, sehen aus wie von den 7 Zwergen oder kleiner! Ob die überhaupt einen Europäer aushalten würden? (auch die Hocker in unserem Zimmer sind gerade mal 20 cm hoch)
Irgendwann werden wir das testen ;o) Noch sind wir etwas zaghaft und bevorzugen Essen aus Restaurants, in denen wir die Karte auch verstehen.

Obwohl! Gestern Abend haben wir schon was gegessen, von dem es keine Karte gab. Im Reiseführer war ein Tipp zu einem original vietnamesischen „Restaurant“, in dem kein englisch gesprochen wird. Es gibt auch nur ein Gericht, aber gerade das sei laut Reiseführer das beste seiner Art in Saigon. Also wir dahin. Kaum hatten wir ein Fuß im Laden „Soup with beef?“. Das war auch eigentlich das einzige, was sie sagen konnte. Wir nickten und schon saßen wir an einem Tisch. Das wir etwas zu trinken wollten, konnten wir nur durch zeigen auf den Kühlschrank zu verstehen geben. Aber alles klappte und kurze Zeit später stand die Nudelsuppe mit Fleisch vor uns. Löffel und Stäbchen dazu und los... oder auch nicht ;o) Die glitschigen Nudeln waren ein echte Herausforderung mit den Stäbchen, aber satt geworden sind wir trotzdem. War lecker, süßlich und ich war nach nem halben Teller total abgefüllt. Irgendwie waren wir sehr spät dran und so wurden wir fast aus mit dem Gartenschlauch aus dem Laden gespült. Mit dem wurde nämlich zum sauber machen der ganze Küchenbereich inklusive dem Geschirr unter Wasser gesetzt, auch der riesige Topf (mindestens 30 Liter) wurde damit auch ausgespült.

Mittlerweile ist meine zweite Sprite und Jonas Kaffee alle und Jonas hat im Reiseführer eine kleine interessante Tour entdeckt, die uns an den bedeutenden Gebäuden Saigons vorbei führen wird. Wir haben schon nach zwei Tagen viel zuberichten und eine Menge Eindrücke bekommen, aber das Abenteuer hat ja erst begonnen... nächstes Mal mehr ;o)

6 Kommentare:

  1. es st schön zu lesen, dass es euch beiden gut geht und ihr und euer gepäck heil angekommen seid.
    ich wünsche euch eine schöne zeit und freue mich schon auf die nächsten einträge in eurem blog ;-)

    es drückt euch ganz lieb:
    viki

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  2. Hey,
    ich schließe mich viki an und freue mich, dass ihr gut angekommen seid und dass euch die erste Unterkunft gefallen hat.
    Euer erste Abenteuerbericht ist sehr lebhaft gschiereben und ich freue mich auf weitere Berichte.
    Viel Erfolg, das nötige Glück und Gottessegen für die weitere Zeit!

    Liebe Grüße aus Brühl
    Martin

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  3. Ich habe die Einstellungen geändert, nun müsste man leichter kommentieren können. gruß pauli

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  4. ok, ich Versuchs noch mal - aber jetzt mit anderem Text =)
    Ich freue mich einfach sehr, dass es euch beiden so gut geht und ihr auch auf allen Bildern zufrieden und glücklich ausseht!
    Passt auf euch auf und habt weiterhin eine legendäre Zeit und schickt mal die ein oder andere Postkarte, darüber würde ich mich sehr freuen.

    Fühl euch umarmt - Annemie

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  5. Hallo Viki, Hallo Martin, Hallo Annemie,

    vielen Dank für eure Kommentare! Es motiviert uns sehr, wenn wir wissen, dass ihr unsere Berichte lest! Da rutschen sie gleich noch viel schneller durch die Finger ;o)
    Uns geht´s wirklich gut und wir gucken nicht nur glücklich ... hihi.
    Postkarten haben wir hier leider noch nicht so viele gesehen... wir halten Ausschau, aber ihr steht auf unserer Postkartenliste ;o)

    Viele Grüße, pauli

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